VG Wort für den Blog – Teil 1

- Allgemein, Persönliches

Vor ein oder zwei Jahren hatte ich mich schon einmal mit dem Thema VG Wort und Geldverdienen mit Blogbeiträgen beschäftigt. Allerdings das Ganze nicht weiter verfolgt. Nun gehe ich das Ganze an.

Was ist VG Wort überhaupt?

VG Wort steht für die Verwertungsgesellschaft Wort und hat ihren Sitz in München. Sie unterstützt mich und andere Autoren bei der Wahrnehmung ihrer Urheberrechte. So verwaltet sie die Tantiemen aus Zweitverwertungsrechten an Sprachwerken in Deutschland.

Ich als Autor kann somit an den Ausschüttungen teilhaben, indem ich meine Texte bzw. Blogbeiträge einmal im Jahr bei der VG Wort melde. Die Unterstützung der VG Wort für mich, besteht darin, dass sie Pauschalabgaben auf potenzielle „Kopierhilfen“ von Texten, Kopierer, Brenner oder Drucker einnimmt.

Warum habe ich das Ganze nicht weiter verfolgt?

Wie anfangs erwähnt, bin ich bereits vor längerem auf dieses Thema gestoßen, habe es aber nicht weiter verfolgt. Ich weiß nicht mehr warum, ich das Ganze erst einmal beiseitegelegt hatte. Ich glaube, es lag primär daran, dass je nach meinem Schichtplan und Gesundheitszustand, mal mehr und auch mal weniger Beiträge hier erscheinen. Da auch die Möglichkeit besteht ältere Blogbeiträge zu melden, mal sehen, was dabei an verdienst möglich ist.

Ferner, und dies betrifft nicht nur diesen Blog, sondern auch meinen YouTube-Kanal, stand nie die Monetarisierung im Vordergrund. Und wird sie auch nie. Natürlich hatte ich mich damals gefreut, als ich bei YouTube die 1000 Abonnenten erreicht hatte, und die Monetarisierung beantragen konnte. Wer würde das nicht?

Dennoch habe ich es zu oft erlebt, dass sobald mit dem Hobby Geld verdient werden kann, die Seele verkauft wird.

Ein kurzer Rückblick auf die Plattform Twitch

Vielleicht ein kurzer Blick mal wieder in die Vergangenheit. Ende 2012 erstelle ich mir auf der Plattform Twitch einen Kanal. Dort streamte ich das Videospiel Diablo 3. Mal schauten mir 5 Leute zu, mal 20. Es war eine gesellige Runde, ein netter Plausch mit den Zuschauern und das war es. Ca. Oktober 2013 kündigte der Entwickler die Erweiterung „Reaper of Souls“ an, die 2014 erscheinen sollte. Ich wurde als einziger deutscher Streamer in den Betatest eingeladen, und dies mit Erlaubnis, die Inhalte zu streamen.

Binnen kürzester Zeit explodierten die Zuschauerzahlen auf durchschnittlich 400, am Wochenende zwischen 800 und über 1000. Damals gab es kein Affiliate-Programm wie heute dort, sondern nur den Partnerstatus. Hatte man diesen erreicht, erhielt man den „Abo-Button“. Damit konnten Zuschauer ein kostenpflichtiges Abonnement abschließen, und das Geld wurde zwischen Twitch und mir aufgeteilt.

Ferner ging ich eine Partnerschaft mit der Gamingseite Gamona ein, welche damals, ähnlich wie GameStar oder PC-Games, regelmäßig aus der Videospielszene berichtet hat. Für diese erstelle ich Videos und Blogartikel. Kurzum, ich verdiente mit dem Hobby plötzlich Geld, und dies nicht wenig. Nebenbei wurde ich auf die Gamescom eingeladen am Pressetag und noch weitere Benefits erhielt ich. Alles in allem war es interessant, mal hinter die Kulissen blicken zu dürfen.

Aber es gab auch Nachteile!

Neben meiner Arbeit, die ich natürlich inkl. Schichtdienst immer noch ausübte, fand kein Privatleben mehr statt. Entweder Arbeit, oder es wurde gestreamt, Content produziert etc.

Aber, so wie man mich heute auch kennt, trage ich gerne das Herz auf der Zunge. Wenn mir was nicht passt, dann sage ich es auch. Es fing banal an, dass man mir durch die Blume mitteilte, dass ich Kritik am Spiel doch besser lassen soll. Auch wurde mir angeboten, meinen eigenen Kanal einzustellen und nur noch auf dem Kanal von Gamona zu streamen. Am Ende wollte man, dass ich meine reguläre Arbeit an den Nagel hänge, und das Ganze in Vollzeit ausübe.

Auch der Blick hinter die Kulissen, zum Beispiel damals auf der Gamescom, zeigte mir, wie schäbig diese Branche eigentlich ist.

Umgekehrt war es damals ein Vorteil, dass ich schon kurz vor den 40 Jahren war, im Job zufrieden und nicht mehr auf alles angesprungen bin, was man mir angeboten hat. Viele hätten das angenommen.

Auch endete das ganze darin, dass ich den Spaß an meinem Hobby immer mehr verloren hatte, einfach mal etwas anderes machen ging, nicht. Es lief also genau in die Richtung, die ich immer abgelehnt habe, etwas nur für das Geld zu tun. Selbst meinen regulären Job, würde ich nicht ausüben, wenn ich keine Freude daran hätte.

Rückblickend war es gut, dass ich das ganze abgelehnt habe und dann erst einmal für 12 Monate pause auf Twitch. Heute 2024 gibt es den Kanal zwar immer noch (HIER), bin aber nur noch selten, bis gar nicht mehr aktiv. Sowohl die Plattform, als auch die Szene haben sich nicht gerade zu ihrem Vorteil entwickelt. Zu 90 % steht nur noch die Monetarisierung im Vordergrund, und nicht mehr das, wofür die Plattform einst gegründet wurde.

Zusätzlich mag ich es nicht, wenn man mir versucht, die Daumenschrauben anzulegen. Ich sage gerne, was ich denke, und nicht, was andere gerne hören wollen, oder es die Klicks fördert.

So halte ich es bis heute

Und aus dem allem habe ich natürlich auch meine Erfahrungen sammeln dürfen, und bin mir treu geblieben. Nicht umsonst sage ich, als dass ich ein miserabler Autoverkäufer wäre. Ich könnte Dir kein Auto verkaufen, wenn ich wüsste, dass der Motor bald den Geist aufgibt.

Man sollte nie etwas nur des Geldes wegen tun, langfristig bleibt da der Spaß und die Freude an der Sache auf der Strecke. Natürlich ist mein YouTube-Kanal monetarisiert, aber nur aus Klick gründen, werden keine Nonsens-Videos produziert. Weniger ist mehr.

Und hier auf dem Block. Ja, wenn Du über einen meiner beiden Broker ein Depot eröffnest, erhalte ich eine Provision. Tut Dir nicht weh, und ich habe was davon. Auch findest Du nur Broker, bei denen ich selbst Kunde bin, weil nur so kann ich Dir sagen, wenn was nicht so toll läuft. Ich halte nicht mit Kritik hinter dem Berg, nur aus Angst, dass mir dann manche Depoteröffnung vielleicht durch die Lappen geht.

Man sollte sich nicht zum Sklaven des Affiliate-Marketings machen, und redlich gegenüber den Lesern hier, oder den Menschen, die meine Videos schauen, ist es schon zweimal nicht.

Aber zurück zu VG Wort

Ich habe nun einmal den Wahrnehmungsvertrag ausgefüllt, ausgedruckt und der geht morgen in die Post. Mal sehen, wie lange die Bearbeitung dauert. Welcher Verdienst möglich ist, da habe ich selbst überhaupt keine Vorstellung. Im Internet geistern zwar viele Zahlen herum, aber darauf gebe ich nichts.

Für mich war wichtig, dass wenn jemand einen Beitrag liest, derjenige nicht erst einen Affentanz veranstalten muss, damit ich etwas verdiene. VG Wort passiert im Hintergrund, der Leser bekommt es gar nicht mit.

Wenn der Vertrag angenommen wurde, werde ich hier berichten, und ebenso transparent, falls das erste Geld eingegangen ist. Auszahlungen erfolgen jährlich, also kann dies dann dauern. Auch werde ich berichten, wie der Ablauf und die Einrichtung hier, soweit geklappt hat. Vielleicht für Dich, der ebenfalls ein Blog betreibt, auch ganz interessant.

Bis dahin, noch einen schönen Tag und ich mache nun von meinem Wahlrecht bei der Europawahl gebrauch. 😉

Ein Ferengi geht zur Europawahl

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