Cost Average Effect sorgt für Disziplin

cost average effect

Oft hört man vom Vorteil des Cost Average Effect. Auch ich bin relativ früh darauf gestoßen neben dem Zinseszinseffekt. Sei es nun in Videos, Büchern oder Blogs. Aber gibt es diesen Effekt wirklich, oder ist es nur ein Trugschluss ?

Was macht den Cost Average Effect so gut, oder was macht er überhaupt nicht ? Ist der Cost Average Effect überhaupt Sinnvoll ? Auch ich muss nach einer Weile, manche Sichtweise korrigieren, oder auch meine Anlagestrategie, immer einmal etwas ,,nachjustieren“.

Grundsätzlich ist der Cost Average Effect Gut und Sinnvoll, leider aber, auch wird er zu etwas Hoch sterilisiert was er nun einmal, meiner Meinung nach, nicht ist. Auch ich muss, daher ein wenig korrigieren, beziehungsweise würde ich Aussagen die ich in einem Älteren Youtube Video getätigt habe, so heute nicht mehr treffen.

Cost Average Effect in Kürze

Ich möchte nochmal kurz darauf eingehen was der Cost Average Effect ist, und was in diesem Zusammenhang immer erwähnt, beziehungsweise Suggeriert wird. Cost Average bedeutet das bei regelmäßiger Geldanlage, zum Beispiel in Form eines Sparplans in Aktien oder ETFs, in Verbindung mit gleichbleibenden Raten im Idealfall Anteile günstiger Erhält. Dies resultiert durch die Wertschwankungen an der Börse. Bei Hohen Kursen bekommt man automatisch weniger Anteile. Bei Niedrigen Kursen mehr. Dadurch entsteht eben ein Cost Average, oder auf Deutsch der Kosten-durchschnitt.

Gerne wird mit dem Cost Average Effect geworben. Teilweise auch, als das Mittel der Wahl verkauft, um als Anleger erfolgreich zu sein. Das ist es aber nicht, und ich erkläre Dir meine heutige Sichtweise darauf.


Werbung

Der Wohlfühleffekt

Stelle Dir vor, Du hast aktuell 10000 € auf dem Sparbuch, Tagesgeld oder unter Deinem Kopfkissen. Hier und da hast Du schon etwas gehört von ETFs. Oder aber im Fernsehen läuft eine Werbung eines Brokers. Erfahrungen an der Börse hattest Du bisher überhaupt keine. Nach kurzer Recherche wie man ein Depot Eröffnet, nimmst Du Deine 10000 € und zahlst sie bei Deinem neuen Broker ein, und kaufst Dir einen ETF. Nehmen wir als Beispiel den MSCI World.

Dein Geld ist nun Investiert, 10000 € auf einen Schlag. Nun nehmen wir an, wie zum Beispiel letzte Woche, und die Kurse am Markt korrigieren und geben nach. Letzte Woche waren es die High Tech Unternehmen die Federn lassen mussten, und diese sind auch in einem MSCI World enthalten. Der Kurs geht um 5% nach unten. Dies bedeutet von einem Tag auf den anderen, schaust Du in Deinen Depot und dort steht Depotwert 9500,00 €.

Wie fühlst Du Dich ? Wohlgemerkt das dies ein Buchverlust ist, und kein realer Verlust. Auch dies rückt gerade, bei neuen Anlegern in den Hintergrund. Als neuer Anleger wird Dir erst einmal schlecht. 500 € weniger, sowas gibt es bei Sparbuch, Tagesgeld nicht. Und das Kopfkissen hat auch immer schön das Geld zusammen gehalten. Es soll neue Anleger gegeben haben, die haben sofort alles wieder Verkauft und somit den Verlust realisiert und haben nie wieder über die Börse nachgedacht. Im Gegenteil, sie rennen zur Hausbank, erzählen ihre Erfahrung dem Bankberater, der natürlich sofort sagt, das man es halt einfach dem Profi überlassen sollte. Es wird noch ein wenig getröstet, und der Anleger fühlt sich nicht mehr so Mies darüber, das er es einmal selbst versucht hat.

Fange klein an

Auch wenn Du 10000 € gerade hast, und darüber nachdenkst, deine Geldanlage künftig selbst in die Hand zu nehmen, gehe es langsam an. Dein Geld lag schon so lange ,,Tod“ herum, da kommt es auf ein paar Monat mehr oder weniger auch nicht an.

Eröffne ein Depot bei einem Broker. Ich bin bei Smartbroker mit meinem Depot. Und richte einen Sparplan auf einen MSCI World ein. Nehmen wir 100,00 €. Nun wird Monat für Monat und somit Stück für Stück Deine 10000 € investiert. Den ersten Monat bekommst Du zum Kurs von 200 € 0,5 Anteile, Den Monat darauf bei einem Kurs von 100 € 1,0 Anteile. Die Zahlen sind einfach nun der Erklärung geschuldet, fiktiv und übertrieben, darauf möchte ich Hinweisen.

So richtest Du einen Sparplan ein bei Smartbroker

Optimaler weise sollte man je nach Größe der Summe die man Investieren möchte, es auch nicht zu lange werden lassen. Bei 10000 € würde es 8 Jahre dauern bis alles Investiert ist. Persönliche Meinung von mir, in 12 Monaten sollte das Geld investiert sein. Aber auch hier, soll und muss jeder selbst Entscheiden wie er es möchte.

Langfristig geht es nach oben

Die Weltwirtschaft wächst langfristig weiter und weiter. Und Dementsprechend wirst Du mit einem Langen Anlagehorizont so gut wie immer profitieren, sofern Du breit Diversifiziert bist, wie im Beispiel mit einem MSCI World. Aber was macht nun der Cost Average Effect ?

Nun Langfristig fährt man, nachweislich mit einer Einmalanlage besser, als über einen Sparplan. Nur der Druck auf Deine Psyche ist größer, vor allem wenn Du vorher nie die Erfahrung machen musstest, das beim Sparen auch auf dem Papier erstmal 500 € weg sind. Immer daran denken, solange Du nichts Verkaufst, sind und bleiben es Buchverluste.

Der Cost Average Effect, macht nichts anderes und sorgt dafür das die Wertschwankungen die völlig normal sind, abgefangen werden. Dadurch fühlst Du Dich als Anleger besser und wohler. Der Unterschied liegt für mich einfach und allein bei der Größe der Beträge, einfach ausgedrückt.

Wenn Du mit 100 € im Depot 5% im Minus bist, hast Du noch 95 €, also 5 € Buchverlust. Bei 10000 € sind es wie oben geschrieben 500 €. Am Ende bleiben es 5% !

Und das solltest Du Dir vor Augen halten. Außerdem beschert der Cost Average Effect nur bei einer negativen mittleren Rendite höhere Gewinne als die Einmalanlage. Ist die Mittlere Rendite Positiv, so schneidest Du mit der Einmalanlage grundsätzlich besser ab. Nur Du musst mehr aushalten.

Gerade neue Anleger, und ich war da nicht besser, schauen nahezu Täglich, und oft mehrfach ins Depot. Alles ist neu, man ist Neugierig. Und genau da kommt die Psyche ins Spiel. Natürlich redet jeder von Langem Anlagehorizont, aber trotzdem will man natürlich nichts verpassen, wie das Depot läuft. Dies ist der Krux bei der Sache.

1822direkt
Werbung

Langen Anlagehorizont

Egal wie Du es machen wirst, nur mit einem Langen Anlagehorizont kannst Du an der Börse verdienen, egal ob nun über Sparplan oder Einmalanlage. Es liegt einzig und alleine daran, was Du, oder vielmehr Deine Psyche aushalten.

Aber der Cost Average Effect hat auch seine Daseinsberechtigung, und dies auch wenn die Rendite der Einmalanlage unterliegt. Wenn Du Dich mit einem Sparplan besser fühlst, dann wähle den Sparplan. Lasse Dich da auch nicht beirren. Was bringt die beste Geldanlage, wenn Du nicht mehr Schlafen kannst. Schließlich kann es nicht nur einen Tag mal -5 % nach unten gehen, sondern am nächsten Tag auch.

Der Cost Average Effect, diszipliniert Dich. Monat für Monat wirst Du künftig in einen Sparplan Einzahlen, daran wirst Du Dich gewöhnen. Irgendwann ist Dein Erspartes investiert, und bis dahin bist Du eine Weile dabei. Schaust auch nicht mehr Regelmäßig ins Depot. Durch den Sparplan merkst Du auch das es zwar nach unten geht, aber auch wieder nach oben. Du wirst ruhiger. Und das ist der Vorteil beim Cost Average Effect.

Es geht nicht um Glaubensfragen, was nun besser oder schlechter ist bei der Geldanlage. Ob nun Einmalanlage oder Sparplan. Am Ende ist es wichtig das Du noch ruhig Schlafen kannst. Wenn letzteres nicht mehr der Fall ist, wirst Du irgendwann dem Druck nachgeben, und alles Verkaufen mit Verlust, nur damit Du Deinen Seelenfrieden wieder hast.

Dies willst Du nicht, das will ich nicht. Und deshalb gibt es diesen Blog und meinen Youtube Kanal.

Wenn Du in Erwägung zieht Deine Geldanlage in die Eigenen Hände zu nehmen. Glückwunsch. Dies ist eine sehr gute Entscheidung. Aber gehe es langsam an, und lasse Dich nicht beirren. Am Ende stehst Du an erster Stelle.

Werbung

Falsch war es nicht

Nachfolgend nochmal mein damaliges Video, und wie ich den Cost Average Effect zu diesem Zeitpunkt gesehen habe. Ich entschuldige mit für die Video Qualität, es war eines meiner Ersten Videos. Auch ist das von mir gesagte im Video nicht falsch, lediglich bin ich auf das was ich im heutigen Artikel geschrieben habe, überhaupt nicht eingegangen.

Liegt aber daran, das auch ich mich berauschen ließ. Vom Wunder des Cost Average Effect. Man möge es mir Verzeihen.

Cost Average Effect von mir erklärt

Beiträge die Dich ebenfalls interessieren könnten


Werbung
1+

Schreibe einen Kommentar